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Wie entsteht Kompost?

Der Kompost braucht Luft

In unseren Breiten ist eine ausreichende Feuchtigkeit des zu kompostierenden Materials meist gegeben, während der ausreichenden Luftzufuhr besondere Bedeutung zu schenken ist.

Feine Hohlräume im Kompost ermöglichen das Nachströmen der Luft. Solche Hohlräume werden durch so genannte Strukturmaterialien geschaffen, wie Stroh, Heckenschnitt, Stauden und bis etwa 1 cm dicker Strauch- und Baumschnitt. Diese Strukturmaterialien müssen daher unter feine, strukturarme Stoffe wie Rasenschnitt, Laub, Gemüseschnitt und Küchenabfälle gemischt werden.

Oft unterbleibt aus Unkenntnis die Zugabe von Strukturmaterialien. Nur die feinen Gartenabfälle werden kompostiert, im Glauben, diese müssten sich doch sehr schnell und einfach zersetzen. Aber so paradox es vielleicht auf den ersten Blick erscheinen mag - das Gegenteil ist der Fall. Auch wenn die Zweige selbst nicht so rasch zersetzt werden, verläuft die Kompostierung mit ihnen doch schneller und geruchlos ab. Unangenehme Gerüche entstehen immer nur, wenn etwas in der Luftversorgung im Kompost nicht stimmt. Die organischen Stoffe verrotten dann nicht, sondern verfaulen.

Zweige bis zu 1 cm Dicke müssen vor der Kompostierung nicht unbedingt zerkleinert oder gehäckselt werden. Nach Abschluss der Rotte ist dann aber ein Absieben des Komposts erforderlich.

In niederschlagsarmen Gegenden kann aber auch Wassermangel zum Problem werden. In diesem Fall empfiehlt es sich, den Kompost regelmäßig zu bewässern.